Voraussetzungen und Benutzerberechtigungen
Bevor Sie Komponentenpreise in Eturnity verwalten können, stellen Sie sicher, dass Sie über die notwendigen Berechtigungen und Zugriffe verfügen:
Erforderliche Benutzerrollen
Administrator: Vollzugriff auf alle Preisfunktionen - kann alle Komponentenpreise, Preisstufen, wiederkehrende Kosten und Preisstrategien anzeigen und ändern
Projektleiter: Sieht in der Preistabelle einer Komponente nur Preisstufe und Verkaufspreis und kann keine Preise ändern
Benutzer: Sieht dasselbe wie Projektleiter: nur Preisstufe und Verkaufspreis, ohne Preise ändern zu können
Wichtig: Die Preisverwaltung erfordert Administrator-Rechte. Projektleiter und Benutzer sehen nur Preisstufe und Verkaufspreis; Einstandspreis, Kalkulationsaufschlag und Installationskosten sehen nur Administratoren, auch in der Komponentenliste. Falls Sie nicht auf die Preiseinstellungen zugreifen können, wenden Sie sich an Ihren Unternehmensadministrator, um Ihre Benutzerberechtigungen zu überprüfen.
Verständnis des Eturnity-Preissystems
Das Preissystem von Eturnity verwendet eine mehrteilige Struktur, die automatisch Endpreise basierend auf Ihren Kosteninputs und Margen berechnet. Das Verständnis dieses Systems ist wesentlich für genaue Projektberechnungen und wettbewerbsfähige Preise.
Überblick über Preiskomponenten
Jeder Komponentenpreis in Eturnity besteht aus drei Schlüsselelementen, die zusammenarbeiten:
Einstandspreis: Ihre tatsächlichen Kosten für die Komponente von Lieferanten
Kalkulationsaufschlag: Prozentualer Aufschlag für Gewinnmarge (z.B. 30%)
Installationskosten: Betrag je Einheit für Arbeit, Installation oder zusätzliche Dienstleistungen
Das System berechnet automatisch den Verkaufspreis mit dieser Formel:
Verkaufspreis = Einstandspreis + (Einstandspreis × Kalkulationsaufschlag %) + Installationskosten
Der Kalkulationsaufschlag ist ein Aufschlag auf den Einstandspreis, keine Spanne am Verkaufspreis: 20 % Aufschlag sind rund 16,7 % des Verkaufspreises (ohne Installationskosten). Für 20 % Spanne am Verkaufspreis tragen Sie 25 % Aufschlag ein.
Der Verkaufspreis gilt je Einheit der Preisabhängigkeit, beim Preistyp Pauschal einmal für die ganze Preisstufe. Eturnity übernimmt ihn, wenn Sie die Komponente einem Projekt hinzufügen. Ändern Sie den Preis später in der Bibliothek, behalten bestehende Projekte ihren Preis, solange die Menge einer Position in derselben Preisstufe bleibt; in der Stückliste markiert Eturnity die betroffenen Zeilen mit einem grünen Punkt, und Sie übernehmen den neuen Preis dort mit Preise aus der Bibliothek laden.
Grundlegende Komponentenpreise einrichten
Zugriff auf Komponentenpreiseinstellungen
Navigieren Sie zu Bibliothek > Komponenten in Ihrer Eturnity-Benutzeroberfläche
Wählen Sie die Komponente aus, die Sie bepreisen möchten
Klicken Sie auf den Komponentennamen, um die Detailansicht zu öffnen
Scrollen Sie nach unten zum Preisabschnitt in den Komponentendetails
Neu übernommene und neu angelegte Komponenten stehen hier in der Regel mit allen Preisen auf 0. Ihre Eingaben übernimmt Eturnity erst, wenn Sie in der Leiste unten auf Speichern klicken.
Konfiguration von Preisabhängigkeiten
Preisabhängigkeiten definieren, auf welcher Einheit Ihre Preisgestaltung basiert. Dies bestimmt, wie Preise in Projekten skalieren. Wählen können Sie die Einheit im Feld Preisabhängigkeit bei Anderen Komponenten, Wiederkehrenden Kosten und der Unterkonstruktion; Module, Wechselrichter, Batteriespeicher und die übrigen Hauptkomponenten rechnen fest in Stück.
Beispiele für verfügbare Abhängigkeitsoptionen:
m² - Preis skaliert mit Fläche (ideal für Montagesysteme, Reinigungsdienste)
Stück - Preis pro Einzelartikel (Module, Halterungen, Kabel)
kWp - Preis skaliert mit Systemleistung (Unterkonstruktion, Installationsdienste)
Welche Einheiten Ihnen das Feld anbietet, hängt vom Komponententyp und von der Technologiezugehörigkeit ab: kWp etwa gibt es bei eigenen Kostenpositionen nur, wenn sie ausschließlich der Photovoltaik zugeordnet sind.
Abhängigkeiten mit (auto) ermöglichen automatische Berechnung basierend auf Projekteigenschaften und reduzieren manuelle Preisarbeit.
Preistyp wählen
Bei Anderen Komponenten und Wiederkehrenden Kosten wählen Sie unter Preistyp, wie Eturnity den Preis anwendet; alle übrigen Komponenten rechnen immer proportional:
Pauschal: Der eingegebene Preis gilt als Pauschalbetrag für den ganzen Mengenbereich seiner Preisstufe, unabhängig von der genauen Menge. Beispiel: 500 € Ingenieurgebühr (einmalige Kosten unabhängig von Systemgröße)
Proportional: Preis skaliert basierend auf der gewählten Abhängigkeitseinheit. Beispiel: 100 € pro kWp für Installationsarbeit
Prozent (nur bei Wiederkehrenden Kosten): Der Einstandspreis ist ein Prozentsatz der Investition in die jeweilige Technologie im Projekt, etwa für eine Versicherung
Erweiterte Preiskonfiguration
Preisstufen einrichten
Preisstufen ermöglichen es, Mengenrabatte anzubieten, wodurch Ihre Preisgestaltung für größere Projekte wettbewerbsfähiger wird.
Klicken Sie im Komponentenpreisbereich auf Preis hinzufügen, um zusätzliche Preisstufen zu erstellen
Setzen Sie die Mengenschwelle, ab der der neue Preis aktiv wird
Definieren Sie Einstandspreis, Kalkulationsaufschlag und Installationskosten für jede Stufe
Wiederholen Sie dies für zusätzliche Preisstufen nach Bedarf
Funktionsweise von Preisstufen: Der angegebene Preis gilt von der Preisstufen-Menge bis zur nächsten Preisstufe. Die letzte Preisstufe gilt unbegrenzt. Beispiel: 1-19 Stück zu 250 €, 20-49 Stück zu 230 €, 50+ Stück zu 210 €.
Wiederkehrende Kosten konfigurieren
Für Komponenten, die laufende Wartung, Abonnements oder periodische Dienstleistungen erfordern, richten Sie wiederkehrende Kosten ein:
Legen Sie unter Bibliothek > Komponenten über Eigene Kostenposition erstellen eine Position mit dem Komponententyp Wiederkehrende Kosten an, etwa "Wartungsvertrag"
Tragen Sie in ihrer Detailansicht den wiederkehrenden Preis mit derselben Struktur aus Einstandspreis, Kalkulationsaufschlag und Installationskosten ein
Wählen Sie unter Wiederholung, wie oft die Kosten anfallen: Monatlich, Vierteljährlich oder Jährlich. Neu angelegte Wiederkehrende Kosten stehen auf Jährlich
Definieren Sie, ob diese Kosten in Wirtschaftlichkeitsberechnungen einbezogen werden sollen. Neu angelegte stehen unter Preisdefinition auf Normal (nicht in Wirtschaftlichkeit); sollen sie einfließen, wählen Sie Normal (in Wirtschaftlichkeit)
Preisstrategie und Optimierung
MwSt. und Steuerbehandlung
Das Verständnis der MwSt.-Behandlung ist entscheidend für genaue Preisgestaltung:
Bibliothekskomponenten: Geben Sie immer Preise ohne MwSt. ein
Marge für viele Komponenten anpassen
Eine Marge, die automatisch für alle Komponenten gilt, gibt es nicht: Der Kalkulationsaufschlag gehört zu jeder Preisstufe jeder Komponente. Am schnellsten prüfen und ändern Sie ihn für viele Komponenten auf einmal in der Komponentenliste:
Navigieren Sie zur Übersicht Bibliothek > Komponenten
Prüfen Sie, dass die Preisspalten Einstandspreis, Kalkulationsaufschlag und Installationskosten sichtbar sind. Für Administratoren sind sie ab Werk eingeblendet; ausgeblendete holen Sie unter Ansichtseinstellungen > Spalten zurück
Bearbeiten Sie Preise direkt in der Tabelle für Komponenten mit einzelnen Preisstufen. Klicken Sie danach in der Leiste unten auf Speichern, und zwar bevor Sie blättern, suchen, sortieren oder filtern
Komponenten mit mehreren Preisstufen zeigen in den Preisspalten statt der Felder Zur Detailansicht gehen; ihre Preise ändern Sie dort
Hinweis: Diese Schnellbearbeitungsfunktion funktioniert nur für Komponenten mit einer einzigen Preisstufe und erfordert Administrator-Rechte. Mehrstufige Preisgestaltung erfordert Bearbeitung in der detaillierten Komponentenansicht.
Montagekosten je Dachart
Unterscheiden sich Ihre Montagekosten, etwa zwischen Flachdach und Schrägdach, legen Sie die Montage je Dachart als eigene Andere Komponente an (über Eigene Kostenposition erstellen), zum Beispiel „Montage Module – Flachdach“ und „Montage Module – Schrägdach“. Im Projekt fügen Sie die passende in der Stückliste hinzu. Die Installationskosten des Moduls eignen sich dafür nicht: Ein Modul hat je Preisstufe nur einen Betrag, und die Preisstufen richten sich nach der Menge, nicht nach der Dachart. Anders bei der Unterkonstruktion: Sie bestimmt in Eturnity den Dachtyp, für Flach- und Schrägdach verwenden Sie also ohnehin verschiedene, und jede steht in der Stückliste in einer eigenen Zeile. Die Montage können Sie deshalb auch in den Installationskosten der jeweiligen Unterkonstruktion hinterlegen. Ändert sich der Montagepreis, passen Sie ihn an einer Stelle an; bestehende Projekte übernehmen ihn mit Preise aus der Bibliothek laden.
Automatisierung - Best Practices
Zur Maximierung von Effizienz und Genauigkeit:
Verwenden Sie automatische Preisabhängigkeiten (mit "(auto)" markiert) wann immer möglich
Richten Sie proportionale Preisgestaltung für Komponenten ein, die mit Systemeigenschaften skalieren
Erstellen Sie Standard-Preisstufen für Ihre häufigsten Komponenten
Verwenden Sie konsistente Kalkulationsaufschläge innerhalb von Komponentenkategorien
Validierung und Testen
Preiseinrichtung überprüfen
Nach der Konfiguration von Komponentenpreisen:
Erstellen Sie ein Testprojekt mit Ihren neu bepreisten Komponenten
Überprüfen Sie, dass Mengen die korrekten Preisstufen auslösen
Prüfen Sie, dass automatische Preisabhängigkeiten korrekt berechnen
Fügen Sie im Testprojekt auf der Seite Wiederkehrende Kosten über Wiederkehrende Kosten hinzufügen Ihre wiederkehrenden Kosten hinzu und prüfen Sie, dass sie mit der richtigen Wiederholung erscheinen
Überprüfen Sie MwSt.-Berechnungen in der finalen Preiszusammenfassung
Häufige Probleme und Lösungen
Preise berechnen nicht korrekt
Überprüfen Sie, dass die Preisabhängigkeitseinheit Ihrer beabsichtigten Berechnungsmethode entspricht
Prüfen Sie, dass Sie den korrekten Preistyp gewählt haben (Pauschal, Proportional oder bei Wiederkehrenden Kosten Prozent)
Stellen Sie sicher, dass jede Preisstufe nur einmal vorkommt, sonst speichert Eturnity nicht. Die Reihenfolge ist egal: Beim Speichern sortiert Eturnity die Preisstufen aufsteigend
Benötigen Sie Hilfe? Kontaktieren Sie den Eturnity-Support per E-Mail an support@eturnity.com oder per Chat im Help Center im Solarexperten für Hilfe bei erweiterten Preiskonfigurationen oder Integration mit Lieferantenpreisdatenbanken.
