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Pro-Modus: Professionelle 3D-Planung für realistische Kundenpräsentationen

Der Pro-Modus erstellt realistische 3D-Modelle Ihrer PV-Projekte für alle Dachtypen – in sechs Schritten zu starken Kundenpräsentationen.

Was ist der Pro-Modus?

Der Pro-Modus ist das professionelle Planungswerkzeug im Eturnity Solarexperten. Im Gegensatz zum Basic-Modus modellieren Sie hier das gesamte Gebäude in 3D – nicht nur einzelne Dachflächen. Das Ergebnis ist ein realistisches 3D-Modell, das Ihre Kunden direkt im Angebot sehen.

Vorteile des Pro-Modus:

  • Realistische 3D-Darstellung – Überzeugende Visualisierung für Kundenpräsentationen

  • Automatisches Gesamtgebäude-Modell – Alle Dachflächen werden gleichzeitig erstellt

  • Für alle Dachtypen geeignet – Von einfachen Satteldächern bis zu komplexen Gauben

  • Professionelle Zusatzfunktionen – Schattenlauf, Hindernisse und Höhen für die Verschattungsanalyse, Import von Grundrissen und 3D-Modellen

  • Präzise und symmetrisch – Intelligente Werkzeuge für exakte Gebäudemodellierung

💡 Unterschied zum Basic-Modus: Im Basic-Modus zeichnen Sie einzelne 2D-Dachflächen. Im Pro-Modus erstellen Sie ein vollständiges 3D-Gebäudemodell, aus dem automatisch alle Dachflächen mit korrekter Geometrie entstehen.

Video-Tutorial: Pro-Modus Schritt für Schritt

In diesem Video aus unserem Video Training Center sehen Sie den gesamten Prozess in Aktion:

▶ Pro-Modus

Der Ablauf im Pro-Modus

Die Planung im Pro-Modus folgt einem strukturierten Ablauf in sechs Schritten. Die Schritte 4 und 5 (Störobjekte und Randabstände) sind optional, je nach Projekt:

  1. Kartenmaterial auswählen – Beste Qualität sicherstellen

  2. Grundriss zeichnen – Äußere und innere Dachkanten

  3. Dach extrudieren – 3D-Modell erstellen

  4. Störobjekte einzeichnen (optional) – Dachfenster, Kamine, etc.

  5. Randabstände anpassen (optional) – Wenn diese von Standardwerten abweichen

  6. Module platzieren – Dachflächen mit Modulen belegen

Das 3D-Modullayout gibt es in zwei Oberflächen. Mit dem Schalter Neuer Designer oben links wechseln Sie zwischen der bisherigen Oberfläche und dem neuen Designer; wo sich Bezeichnungen unterscheiden, nennt dieser Artikel beide.

Schritt 1: Das beste Kartenmaterial auswählen

Wie im Basic-Modus beginnen Sie mit der Auswahl des optimalen Kartenmaterials. Dies ist besonders wichtig im Pro-Modus, da Sie das gesamte Gebäude modellieren.

Empfohlene Vorgehensweise:

  1. Öffnen Sie die Kartenauswahl auf der rechten Seite

  2. Testen Sie verschiedene Optionen:

    • Orthofotos ohne Verzerrung ermöglichen noch präzisere Modelle

      • Deutschland: BKG Orthofotos

      • Schweiz: SwissTopo

      • Österreich: Basemap.at

    • Bing Satellitenbilder

    • Google Satellitenbilder

  3. Wählen Sie das Kartenmaterial mit:

    • Senkrechter Aufnahme von oben (keine Hauswände sichtbar)

    • Hoher Auflösung und guten Kontrasten

    • Aktueller Aufnahme ohne Schatten

⚠️ Kritischer Erfolgsfaktor: Orthofotos werden immer senkrecht von oben aufgenommen und enthalten keine Verzerrungen. Satellitenbilder mit sichtbaren Hauswänden verzerren das Dach und machen es schwerer, symmetrisch zu zeichnen. Die Investition von 30 Sekunden in die richtige Kartenauswahl spart Ihnen 10 Minuten Korrekturarbeit!

Schritt 2: Grundriss und innere Dachkanten zeichnen

Im Pro-Modus zeichnen Sie immer das gesamte Gebäude. Das bedeutet: zuerst die äußeren Gebäudekanten (Grundriss), dann die inneren Dachkanten (Dachfirste, Kehlen, etc.).

Äußeren Grundriss zeichnen

  1. Wählen Sie das Dachwerkzeug aus der Werkzeugleiste (neuer Designer: Dach ziehen)

  2. Beginnen Sie an einer langen, geraden Außenkante des Gebäudes

  3. Nutzen Sie die Einrastfunktionen intensiv:

    • 90° Winkel rasten automatisch ein

    • Parallele Linien werden durch den Kreis-Indikator angezeigt

    • Gleiche Längen gegenüberliegender Seiten

  4. Arbeiten Sie sich systematisch um das Gebäude herum

  5. Schließen Sie den Grundriss mit einem Doppelklick am Endpunkt

Warum symmetrisch zeichnen? Ein symmetrischer Grundriss führt zu einem präzisen und symmetrischen 3D-Modell. Die Einrastfunktionen helfen Ihnen dabei automatisch – lassen Sie sich von den visuellen Hinweisen leiten!

Innere Dachkanten einzeichnen

Nach dem Grundriss zeichnen Sie die inneren Dachkanten ein. Bei einem einfachen Satteldach ist das nur der Dachfirst:

  1. Das Dachwerkzeug ist noch aktiv

  2. Bewegen Sie den Cursor zur Mitte einer Gebäudekante

  3. Der Mittelpunkt-Einrastmechanismus aktiviert sich automatisch

  4. Klicken Sie am Mittelpunkt, um den Dachfirst zu starten

  5. Ziehen Sie zum Mittelpunkt der gegenüberliegenden Seite

  6. Klicken Sie erneut – der Dachfirst ist fertig

💡 Profi-Tipp: Der Mittelpunkt-Einrastmechanismus ist Ihr bester Freund für symmetrische Gebäude. Er stellt sicher, dass der Dachfirst exakt in der Mitte verläuft und Sie ein perfekt symmetrisches 3D-Modell erhalten.

Komplexere Dächer: Für Dächer mit mehreren Firsten, Gauben oder Versätzen lesen Sie den Artikel "Komplexe Dächer und Gauben modellieren". Dort werden die erweiterten Techniken wie geteilte Dachkanten im Detail erklärt.

Schritt 3: Dach extrudieren und 3D-Modell erstellen

Jetzt kommt der "magische Moment": Sie verwandeln den 2D-Grundriss in ein 3D-Gebäudemodell.

  1. Wechseln Sie zum Werkzeug für die Dachhöhe in der Werkzeugleiste (neuer Designer: Dachhöhe)

  2. Wählen Sie die höchste Dachkante aus (in der Regel der Dachfirst)

  3. Die ausgewählte Linie wird hervorgehoben

  4. Vergrößern Sie die 3D-Vorschau oben rechts, um die Veränderungen zu sehen

  5. Halten Sie die Maus gedrückt auf der ausgewählten Linie

  6. Ziehen Sie gegen den oberen Bildschirmrand

  7. Beobachten Sie in der 3D-Vorschau, wie sich das Dach extrudiert

  8. Lassen Sie los bei der gewünschten Neigung (z.B. 30°)

Was passiert beim Extrudieren? Der Solarexperte berechnet automatisch die komplette 3D-Geometrie aller Dachflächen basierend auf dem Grundriss und den inneren Dachkanten. Sie müssen keine einzelnen Dachflächen manuell erstellen – das System macht das intelligent für Sie!

⚠️ Eine Dachfläche wird gelb? Dann ist sie nicht eben: Ihre Ecken liegen nicht mehr in einer Ebene. Meist ist das Dach nicht symmetrisch gezeichnet, etwa mit Gebäudekanten, die nicht im rechten Winkel aufeinandertreffen, oder mit einem Dachfirst, der nicht parallel zur Traufe läuft. Beim Extrudieren verdrehen sich dann einzelne Dachflächen. Machen Sie das Extrudieren rückgängig, richten Sie Grundriss und Dachfirst mit den Einrastfunktionen aus (90° Winkel, 45° für Grate, Kantenmitte für den First) und extrudieren Sie erneut.

Schritt 4 (optional): Störobjekte modellieren

Nachdem das 3D-Modell steht, können Sie Störobjekte wie Dachfenster, Kamine und Lüftungen einzeichnen.

Störobjekte einzeichnen

  1. Aktivieren Sie das Werkzeug für Hindernisse (neuer Designer: Hindernis)

  2. Zoomen Sie näher an das Störobjekt heran für präzises Zeichnen

  3. Zeichnen Sie die Kontur des Störobjekts (z.B. Dachfenster)

  4. Nutzen Sie die 90° Einrastwinkel für rechtwinklige Objekte

  5. Schließen Sie die Form mit einem Doppelklick

Störobjekt-Eigenschaften einstellen

Die Seitenwände eines Störobjekts stehen immer senkrecht. Standardmäßig folgt aber seine Oberseite der Dachneigung. Für Kamine oder andere aufragende Objekte mit waagrechter Oberseite ändern Sie das:

  1. Wählen Sie das Störobjekt aus (z.B. den Kamin)

  2. Schalten Sie in der bisherigen Oberfläche Parallel in der Werkzeugleiste aus, oder wählen Sie im neuen Designer in der Hindernis-Seitenleiste Flaches Top

  3. Geben Sie die tatsächliche Höhe des Objekts in Millimetern ein (z. B. 1500 für einen Kamin von 1,5 m); bei waagrechter Oberseite gilt sie ab dem höchsten Dachpunkt unter dem Objekt

  4. Das Objekt wird nun in der 3D-Ansicht korrekt dargestellt

Warum Störobjekte einzeichnen? Beim automatischen Belegen mit Modulen (Doppelklick) werden Störobjekte mit den korrekten Mindestabständen automatisch berücksichtigt. Das spart Ihnen das manuelle Löschen einzelner Module. Außerdem werden Störobjekte bei der Verschattungsanalyse berücksichtigt.

Schritt 5 (optional): Randabstände anpassen

Der Solarexperte verwendet standardmäßig einen Randabstand von 200 mm zu allen Dachkanten. Dieser kann bei Bedarf angepasst werden:

  1. Wechseln Sie zum Randwerkzeug (neuer Designer: Sicherheitsmargen)

  2. Wählen Sie eine Dachfläche aus

  3. Passen Sie die Randabstände an:

    • Alle gleichzeitig – Einheitlicher Abstand überall

    • Einzeln pro Seite – Unterschiedliche Abstände je nach Anforderung

Typische Anwendungsfälle: Größerer Abstand zur Dachrinne, geringerer Abstand zum First, spezielle bauliche Anforderungen.

Schritt 6: Module platzieren

Jetzt belegen Sie die Dachflächen mit Modulen. Der Pro-Modus bietet zwei Hauptmethoden:

Methode 1: Automatische vollständige Belegung (empfohlen)

Die schnellste und meistgenutzte Methode, besonders wenn Sie bereits Störobjekte eingezeichnet haben:

  1. Wechseln Sie zum Modulfeld Werkzeug (neuer Designer: Module platzieren)

  2. Machen Sie einen Doppelklick auf eine Dachfläche

  3. Die gesamte Dachfläche wird automatisch mit Modulen belegt

  4. Störobjekte werden mit den entsprechenden Mindestabständen berücksichtigt

  5. Wiederholen Sie dies für weitere Dachflächen

Vorteil: Ein Doppelklick pro Dachfläche – und fertig! Die intelligente Belegung berücksichtigt automatisch alle Randabstände und Störobjekte.

Methode 2: Einzelne Modulfelder zeichnen

Wenn Sie nur bestimmte Bereiche belegen möchten:

  1. Wählen Sie das Modulfeld Werkzeug

  2. Klicken Sie einmal, um ein Modulfeld zu starten

  3. Zeichnen Sie die gewünschte Fläche auf dem Dach

  4. Die Fläche wird automatisch mit Modulen gefüllt

Anwendungsfall: Teilbelegung des Dachs, spezifische Designvorgaben, oder schrittweises Vorgehen bei komplexen Dächern.

Im neuen Designer zeichnen Sie kein eigenes Modulfeld. Wählen Sie Module platzieren, klicken Sie in der Seitenleiste auf Modul hinzufügen und setzen Sie das Modul aufs Dach. Vergrößern Sie das Modulfeld dann an seinen Eckgriffen oder mit einem Klick auf die blassen Geistermodule daneben. Eigene Modulfelder zeichnen Sie nur in der bisherigen Oberfläche, also mit ausgeschaltetem Schalter Neuer Designer. Beim Umschalten speichert der Solarexperte das Projekt und lädt die Seite neu; was Sie davor getan haben, lässt sich danach nicht mehr rückgängig machen.

Moduleinstellungen anpassen

Für jedes Modulfeld können Sie detaillierte Einstellungen vornehmen:

  1. Wählen Sie ein Modulfeld aus (in der bisherigen Oberfläche blau markiert, im neuen Designer mit violetten Griffen)

  2. Auf der linken Seite finden Sie alle Einstellungen:

    • Modul: Wählen Sie ein anderes Modul aus Ihrer Bibliothek

    • Unterkonstruktion: Anpassen des Montagesystems

    • Modulanordnung: Horizontal oder vertikal

    • Modulabstände, Reihe und Modulabstände, Spalte: Hier können Sie die Abstände ändern. Ein weiteres Modulfeld auf demselben Dach übernimmt die Abstände des Modulfelds, das dort schon liegt, ein Modulfeld auf einem anderen Dach die zuletzt verwendeten. Ein Modulfeld, das Sie im neuen Designer mit Modul hinzufügen setzen, übernimmt dagegen die zuletzt geänderten Einstellungen; prüfen Sie seine Abstände danach. Sonst sind die Standardabstände der gewählten Unterkonstruktion laut Datenblatt des Montagesystems vorbelegt

    • Weitere Optionen: Je nach Modultyp und Projektanforderungen

Zusatzfunktionen im Pro-Modus

Der Pro-Modus bietet weitere professionelle Funktionen, die im Basic-Modus nicht verfügbar sind:

Schattenlauf-Simulation

Visualisieren Sie, wie sich Schatten im Tagesverlauf über Ihre Module bewegen. Dies hilft, Verschattungsprobleme zu erkennen und die optimale Modulplatzierung zu finden.

Verschattungsanalyse mit Hindernissen und Höhen

Die Verschattungsanalyse zeigt Ihnen in der 2D-Ansicht farbcodiert, wie stark einzelne Module über das Jahr verschattet sind. Die Analyse selbst gibt es auch im Basic-Modus; nur im Pro-Modus zeichnen Sie aber die Hindernisse und stellen die Höhen ein, die sie auswertet: Kamine und andere Hindernisse sowie Nachbargebäude und Bäume, die Sie als Dächer mit ihrer tatsächlichen Höhe nachbilden.

Praktischer Nutzen: Identifizieren Sie Module, die aufgrund von Verschattung wenig Ertrag bringen und eventuell weggelassen werden sollten.

Grundriss und 3D-Modell Import

Sie können vorhandene Grundrisse oder 3D-Modelle (z.B. aus Drohnenaufnahmen) importieren und als Grundlage für Ihr Modullayout nutzen. Dies ist besonders bei sehr komplexen Gebäuden oder wenn bereits CAD-Daten vorhanden sind hilfreich.

💡 Profi-Tipp: Der Import von Drohnen-3D-Modellen ermöglicht extrem präzise Planungen, besonders bei schwierigen Dachgeometrien oder wenn kein Vor-Ort-Termin möglich ist.

Vergleich: Wann Pro-Modus, wann Basic-Modus?

Kriterium

Basic-Modus

Pro-Modus

Lernkurve

5 Minuten

15-20 Minuten

Planung pro Projekt

3-5 Minuten

3-10 Minuten

Dachflächen

Am besten für eine Fläche

Beliebig viele Flächen

3D-Modell

Nein

Ja, realistisch

Komplexe Dächer

Weniger geeignet

Optimal

Kundenpräsentation

Funktional

Professionell & beeindruckend

Verschattungsanalyse

Ja, ohne Hindernisse und Höhen

Ja

Beste Anwendung

Schnelle Richtangebote

Finale Angebote & Verkauf

Zusammenfassung: Wann den Pro-Modus nutzen?

Der Pro-Modus ist die richtige Wahl, wenn:

  • Sie ein professionelles 3D-Modell für Ihre Kundenpräsentation benötigen

  • Das Projekt mehrere Dachflächen hat

  • Sie komplexe Dachgeometrien korrekt abbilden müssen

  • Hindernisse oder Nachbargebäude in die Verschattungsanalyse eingehen sollen

  • Sie einen Schattenlauf visualisieren wollen

  • Sie das finale Angebot nach dem Vor-Ort-Termin erstellen

Erwartetes Ergebnis: Mit dem Pro-Modus erstellen Sie in 5-10 Minuten ein vollständiges, realistisches 3D-Modell inklusive Modulbelegung, das Ihre Kunden beeindruckt und Ihre Abschlussquote erhöht.

Das komplette Video Training Center – Modul 3 enthält weitere praktische Beispiele und zeigt alle Funktionen im Detail.

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