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3D-Layouting im Solarexperten: Übersicht und Einstieg

Ihr Einstieg ins 3D-Layouting im Solarexperten: Überblick über Modi, Werkzeuge und Techniken sowie Orientierung zum passenden Artikel.

Was ist 3D-Layouting?

Das 3D-Layouting ist das Herzstück der Projektplanung im Eturnity Solarexperten. Hier erstellen Sie das visuelle und technische Fundament jedes PV-Projekts:

  • Dachgeometrie modellieren – Von einfachen Satteldächern bis zu komplexen Gauben

  • Module platzieren – Optimale Belegung der verfügbaren Dachflächen

  • 3D-Visualisierung erstellen – Realistische Darstellung für Kundenpräsentationen

  • Technische Basis schaffen – Fundament für Wirtschaftlichkeitsberechnung und Stringsauslegung

Warum ist 3D-Layouting so wichtig? Die Qualität Ihres Layouts beeinflusst direkt:

  • Die Genauigkeit der Modulzahl und damit der Anlagenleistung

  • Die Überzeugungskraft Ihres Angebots beim Kunden

  • Die Effizienz Ihres Verkaufsprozesses (schnellere Planung = mehr Angebote)

Die zwei Modi: Basic vs. Pro

Der Solarexperte bietet zwei unterschiedliche Ansätze für das 3D-Layouting. Die Wahl des richtigen Modus hängt von Ihrem Projekt und Ihrer Erfahrung ab.

Basic-Modus: Schnelle 2D-Planung

Ideal für:

  • Neue Benutzer, die schnell erste Ergebnisse erzielen möchten

  • Einfache Projekte mit nur einer belegten Dachfläche

  • Schnelle Richtangebote ohne Vor-Ort-Termin

  • Situationen, in denen kein 3D-Modell für den Kunden nötig ist

Vorteile:

  • Lernkurve von nur 5 Minuten

  • Planung in 2 Minuten pro Projekt

  • Sehr intuitiv und unkompliziert

  • Einfacher 2-Schritt-Prozess

Limitationen:

  • Keine 3D-Darstellung

  • Weniger geeignet für mehrere Dachflächen

  • Keine Hindernisse und Höhen; die Verschattungsanalyse wertet dann nur die gezeichneten Dächer aus

  • Nicht für komplexe Dächer

→ Artikel:"Basic-Modus: Schnelle 2D-Planung für einfache Projekte"

Pro-Modus: Professionelle 3D-Planung

Ideal für:

  • Professionelle Kundenpräsentationen mit 3D-Visualisierung

  • Projekte mit mehreren Dachflächen

  • Komplexe Dachgeometrien (Gauben, Versätze, Walmdächer)

  • Finale Angebote nach Vor-Ort-Termin

  • Wenn Hindernisse und Höhen in die Verschattungsanalyse eingehen sollen

Vorteile:

  • Realistisches 3D-Modell für beeindruckende Kundenpräsentationen

  • Automatische Modellierung des gesamten Gebäudes

  • Schattenlauf-Simulation in der 3D-Ansicht und eine Verschattungsanalyse mit Hindernissen und Höhen

  • Für alle Dachtypen geeignet

  • Import von Grundrissen und 3D-Modellen möglich

Lernaufwand:

  • 15-20 Minuten Einarbeitungszeit

  • 3-10 Minuten Planung pro Projekt (nach Einarbeitung)

→ Artikel:"Pro-Modus: Professionelle 3D-Planung für realistische Kundenpräsentationen"

Bisherige Oberfläche und neuer Designer

Unabhängig vom Modus gibt es das 3D-Modullayout in zwei Oberflächen. Mit dem Schalter Neuer Designer oben links wechseln Sie zwischen der bisherigen Oberfläche und dem neuen Designer. Beide bearbeiten dasselbe Layout; einige Werkzeuge zum Platzieren der Module gibt es aber nur in einer der beiden.

Entscheidungshilfe: Welcher Modus für welche Situation?

Situation

Empfohlener Modus

Begründung

Einfaches Satteldach, eine Dachfläche

Basic-Modus

Ausreichend für einfache Geometrien

Mehrere Dachflächen

Pro-Modus

Gesamtgebäude-Modellierung ist effizienter

Komplexes Dach mit Gauben

Pro-Modus

Basic-Modus kann das nicht darstellen

Verschattung durch Hindernisse oder Nachbargebäude prüfen

Pro-Modus

Hindernisse zeichnen und Höhen einstellen können Sie nur im Pro-Modus; die Verschattungsanalyse selbst gibt es auch im Basic-Modus

Zeitdruck, minimale Anforderungen

Basic-Modus

Schnellste Lösung

Hochwertiges Kundenprojekt

Pro-Modus

Beste Präsentation, höhere Abschlussquote

Die wichtigsten Techniken und wann Sie sie brauchen

Je nach Projekt benötigen Sie unterschiedliche Techniken. Hier ist Ihr Wegweiser:

Für alle Projekte (Grundlagen)

Kartenmaterial auswählen

  • Entscheidend für die Qualität Ihrer Planung

  • Orthofotos ohne Verzerrung ermöglichen noch präzisere Modelle

    • Deutschland: BKG Orthofotos

    • Schweiz: SwissTopo

    • Österreich: Basemap.at

Module platzieren

  • Doppelklick für vollständige Belegung (schnellste Methode)

  • Einzelne Modulfelder zeichnen für teilweise Belegung (nur in der bisherigen Oberfläche; im neuen Designer setzen Sie ein Modul mit Modul hinzufügen und vergrößern das Modulfeld)

  • Störobjekte berücksichtigen

→ Enthalten in: Basic-Modus Artikel und Pro-Modus Artikel

Nach dem Vor-Ort-Termin (häufig benötigt)

Dachflächen nach Maß zeichnen

  • Wann: Sie haben präzise Maße vom Kunden aufgenommen

  • Methode 1 (empfohlen): Verschieben-Werkzeug für schnelle Anpassung bestehender Planungen

  • Methode 2: Rechner für projizierte Längen beim Neuzeichnen nach exakten Maßen

  • Zeitaufwand: 1-2 Minuten Anpassung vs. 10 Minuten Neuzeichnen

→ Artikel:"Dachflächen nach Maß zeichnen und anpassen"

Für optimale Modulbelegung (Fortgeschritten)

Module flexibel platzieren

  • Wann: Sie möchten die Modulbelegung optimieren und das Maximum aus jeder Dachfläche herausholen

  • Techniken:

    • Modulfelder trimmen für saubere Kanten (nur in der bisherigen Oberfläche)

    • Modulfelder kopieren für symmetrische Bereiche

    • Versatz anpassen für dreieckige Flächen (5-10% mehr Module möglich!)

    • Modulfelder erweitern/verkleinern (im neuen Designer an den Eckgriffen; vergrößern auch über die Geistermodule oder mit dem Symbol Modulfeld erweitern)

    • Modulfelder aufteilen (nur in der bisherigen Oberfläche)

  • Zeitaufwand: 2-5 Minuten Optimierung können mehrere Module mehr bringen

→ Artikel:"Module flexibel platzieren: Techniken und Best Practices"

Für komplexe Gebäude (Fortgeschritten)

Komplexe Dächer und Gauben modellieren

  • Wann: Das Gebäude hat Gauben, Dachversätze oder komplexe Dachformen

  • Schlüsselkonzept: Geteilte Dachkanten verstehen und richtig anwenden

  • 3 kritische Erfolgsfaktoren:

    1. Optimales Kartenmaterial (noch wichtiger bei komplexen Dächern!)

    2. Symmetrisches Zeichnen mit Einrastfunktionen

    3. Geteilte Dachkanten korrekt markieren

  • Zeitaufwand: 10-15 Minuten je nach Komplexität

→ Artikel:"Komplexe Dächer und Gauben modellieren"

Häufige Herausforderungen und wo Sie Hilfe finden

"Ich bin neu und weiß nicht, wo ich anfangen soll"

→ Starten Sie mit dem Basic-Modus Artikel. In 5 Minuten können Sie Ihr erstes Projekt planen. Wenn Sie dann mehr möchten, steigen Sie auf den Pro-Modus um.

"Mein 3D-Modell sieht schief oder falsch aus"

→ Zwei häufige Ursachen:

  1. Nicht symmetrisch gezeichnet: Prüfen Sie Ihren Grundriss, nutzen Sie Einrastfunktionen

  2. Geteilte Dachkanten vergessen: Bei Gauben oder Versätzen müssen bestimmte Kanten als "geteilt" markiert werden → Artikel Komplexe Dächer

"Ich bekomme nicht genug Module auf das Dach"

→ Lesen Sie den Artikel "Module flexibel platzieren". Besonders die Technik "Versatz anpassen" kann 5-10% mehr Module ermöglichen, speziell bei dreieckigen Flächen.

"Das Richtangebot hatte 30 Module, nach dem Vor-Ort-Termin passen nur noch 25"

→ Das passiert, wenn die Maße vom Satellitenbild abweichen. Nutzen Sie den Artikel "Dachflächen nach Maß", um präzise Maße einzuarbeiten. Vermeiden Sie übertriebene Erwartungen im Richtangebot.

"Die Planung dauert mir zu lange"

→ Optimieren Sie Ihren Workflow:

  • Richtangebote: Basic-Modus statt Pro-Modus (3 Min. statt 10 Min.)

  • Tastaturkürzel lernen: Strg+C/V für Kopieren, Shift für temporäre Werkzeuge

  • Störobjekte zuerst: Vor der Modulbelegung einzeichnen spart Zeit

  • Doppelklick nutzen: Schnellste Methode für initiale Belegung

"Kunde will das 3D-Modell sehen, ich habe aber im Basic-Modus geplant"

→ Sie können jederzeit zum Pro-Modus wechseln. Ihre bisherige Arbeit geht nicht verloren. Wechseln Sie einfach den Modus und modellieren Sie das Gebäude im Pro-Modus neu (dauert nur 5-10 Minuten).

"Ich möchte eine PV-Anlage an einer Fassade planen"

→ Eine Fassade lässt sich im 3D-Modullayout nicht zeichnen und im Angebot nicht als Fassade darstellen. Den Ertrag einer Fassadenanlage berechnen Sie aber mit einem Modulfeld, das so eingestellt ist:

  1. Zeichnen Sie mit dem Dachwerkzeug (neuer Designer: Dach ziehen, im Basic-Modus der Umschalter Gebäude) eine Dachfläche in den Maßen der Fassade mit Neigung 0°. Füllen Sie sie im Modulfeld Werkzeug (neuer Designer: Module platzieren, im Basic-Modus der Umschalter Module) per Doppelklick mit Modulen, zunächst mit einem Aufdach-System als Unterkonstruktion. Stellen Sie unter Modullayout (bisherige Oberfläche: Modulanordnung) die Lage der Module ein, Horizontale oder Vertikale, wie sie an der Fassade hängen sollen. Stellen Sie außerdem den Randabstand des Dachs, standardmäßig 200 mm, auf den Abstand ein, den die Module zum Rand der Fassade halten sollen: im Pro-Modus mit Sicherheitsmargen (bisherige Oberfläche: Symbol mit dem Kurzhinweis Randwerkzeug), im Basic-Modus am ausgewählten Dach. Notieren Sie die Zahl der Module, die die Seitenleiste dieses Modulfelds jetzt zeigt: So viele passen auf die Fassade, und diese Zahl tragen Sie in Schritt 5 ein.

  2. Wählen Sie im selben Modulfeld unter Unterkonstruktion den Eintrag „Standard / Fassade“. Fehlt er, übernimmt ihn ein Administrator unter Bibliothek › Komponenten über Aus Komponentendatenbank hinzufügen, sofern Ihre Lizenz das vorsieht.

  3. Tragen Sie als Modulneigung 89° ein, nicht 90°: Daraus macht der Solarexperte ohne Hinweis 0°.

  4. Stellen Sie unter Modulfeld Rotation die Himmelsrichtung der Fassade ein: 0° Norden, 90° Osten, 180° Süden, 270° Westen.

  5. Legen Sie zuletzt die in Schritt 1 notierte Zahl der Module von Hand fest: im neuen Designer unter Eigenschaften überschreiben › Anzahl der Module › Manuell festlegen, in der bisherigen Oberfläche mit Anzahl der Module manuell überschreiben. Ändern Sie das Modulfeld danach nicht mehr: In der bisherigen Oberfläche setzen Verschieben, Ziehen an Ecken oder Kanten und Änderungen am Dach die Anzahl ohne Hinweis zurück, im neuen Designer An die Dachkante anpassen, An Module anpassen und das Ziehen der Ecken in Blindmodule bearbeiten.

Das alles geht im Basic- wie im Pro-Modus.

Video Training Center

Alle Techniken werden auch visuell im Video Training Center erklärt. Besonders hilfreich, wenn Sie lieber zusehen als lesen:

Das Video Training Center enthält:

  • Schritt-für-Schritt Video-Anleitungen

  • Praktische Beispiele

  • Visuelle Demonstration aller Werkzeuge

  • Tipps und Tricks von erfahrenen Planern

Alle Artikel im Überblick

Einsteiger-Level

  • Basic-Modus: Schnelle 2D-Planung für einfache Projekte
    Ihr Einstieg in die PV-Planung. Lernen Sie den 2-Schritt-Prozess für schnelle Richtangebote.

  • Pro-Modus: Professionelle 3D-Planung für realistische Kundenpräsentationen
    Erstellen Sie beeindruckende 3D-Modelle. Der 5-Schritt-Prozess für professionelle Angebote.

Fortgeschritten

  • Dachflächen nach Maß zeichnen und anpassen
    Setzen Sie präzise Maße vom Vor-Ort-Termin um. Zwei bewährte Methoden für maximale Genauigkeit.

  • Module flexibel platzieren: Techniken und Best Practices
    Optimieren Sie Ihre Modulbelegung. 7 Techniken, um das Maximum aus jeder Dachfläche herauszuholen.

  • Komplexe Dächer und Gauben modellieren
    Meistern Sie anspruchsvolle Geometrien. Verstehen und nutzen Sie das Konzept der geteilten Dachkanten.

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