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Produkt

ein einzelnes Produkt wird in der Produktkarte beschrieben

Vor über 2 Wochen aktualisiert


Produktkarte – Felder und Einstellungen

Wie öffne ich die Produktkarte?

Menüband → Produkte → Produktverwaltung

  • Neues Produkt: Klicken Sie auf Hinzufügen

  • Bestehendes Produkt: Doppelklick auf einen Eintrag in der Liste

Sie gelangen zur Produktkarte mit mehreren Tabs.


Tab Allgemein

Der Tab Allgemein enthält die Grunddaten des Produkts.

Pflichtfelder und Empfehlungen

Scopevisio arbeitet mit wenigen Pflichtfeldern. Die Idee: Fehlende Informationen sollen den Verkaufsprozess nicht blockieren. Trotzdem empfehlen wir, diese Felder immer auszufüllen:

Feld

Pflicht

Empfehlung

Bezeichnung

Ja

Einheitliche Namenskonvention verwenden

Produktart

Ja

Korrekt wählen (Auswirkung auf Steuer und Lager)

Basiseinheit

Nein

Ja, wenn Beschaffung genutzt wird

Warengruppe

Nein

Ja, für spezifische Buchungskonten oder Berwertungmethoden

Bild

Sie können ein Bild hinterlegen

Felder im Überblick

Produktgruppe

Ordnet das Produkt einer Kategorie zu. Produktgruppen dienen der Organisation und Filterung, haben aber keine buchhalterische Auswirkung.

→ Produktgruppen verwalten: Menüband → Produkte → Produktgruppen

Produktnummer / Produkt-ID

Die interne Nummer, die das Produkt eindeutig identifiziert. Klicken Sie auf den Link neben dem Feld, um automatisch die nächste freie Nummer einzufügen.

Die Produkt-ID muss eindeutig und dauerhaft sein. Eine mehrfache Vergabe ist möglich (Einstellung in den Optionen), wird aber nicht empfohlen.

Bezeichnung

Der Name des Produkts, wie er in Belegen und Listen erscheint.

Beschreibung

Freitext, der auf Verkaufsdokumenten ausgegeben werden kann.

Technische Beschreibung

Freitext für technische Details, z.B. Spezifikationen oder Maße.

Produktart

Wählen Sie zwischen:

  • Ware – physische Artikel für den Verkauf

  • Material – physische Artikel für internen Verbrauch

  • Leistung – immaterielle Leistungen

  • Recht – immaterielle Güter (Lizenzen etc.)

Die Produktart bestimmt die umsatzsteuerliche Behandlung (Lieferung vs. sonstige Leistung) und ob das Produkt lagergeführt werden kann.

Einheiten

Basiseinheit

Die kleinste gebräuchliche Einheit des Produkts. Sie ist die Referenz für alle Bestandsberechnungen, Reservierungen und Bestellvorschläge.

Branche

Produkt

Sinnvolle Basiseinheit

Getränkehandel

Mineralwasser

Flasche

Getränke-Großhandel

Mineralwasser

Kasten

Gastronomie

Speiseöl

Liter

Wichtig: Die Basiseinheit kann nach dem Speichern nicht mehr geändert werden.

Ein Produkt ist erst für die Beschaffung sichtbar, wenn eine Basiseinheit zugeordnet ist. Bei Setzen der Basiseinheit und dem Eintrag der Reservierung auf Produktart erzeugen wir bei Unterdeckung aus Lagerbestand gegen Auftragsmenge einen Bestellvorschlag.

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Verkaufseinheit

Die Einheit, in der das Produkt standardmäßig in Angeboten und Rechnungen erscheint. Kann von der Basiseinheit abweichen.

Verkaufseinheit festschreiben

Wenn aktiviert, kann die Einheit in Belegen nicht geändert werden. Damit erzeugen wir implizit eine Zuordnung zu Einheit und hinterlegtem Verkaufspreis.

Untereinheit

Eine Einheit unterhalb der Basiseinheit. Relevant für Stücklisten, wenn ein Produkt in kleinerer Einheit verbraucht werden soll.

Beispiel: Basiseinheit = Kilogramm, Untereinheit = Gramm

Untereinheit pro Basiseinheit

Der Umrechnungsfaktor zwischen Basis- und Untereinheit.

Warengruppe

Bestimmt die Buchungskonten (Erlös, Bestand und Bestandsveränderung) und kann für Bedarfsanforderungen verwendet werden.

→ Unterschied zu Produktgruppe: Warengruppen haben buchhalterische und bewertenden Auswirkung, Produktgruppen nicht.

Chargenpflichtig

Aktiviert die Chargenverfolgung.

Verfallsdatum

Aktiviert die Verwaltung von Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) und Verfallsdatum.

Gefahrgut / Gefahrgutklasse

Kennzeichnet das Produkt als Gefahrgut mit entsprechender Klassifizierung.

Planwert

Ein geplanter Wert für Kalkulationen und Auswertungen.

Fakturierbar

  • Ja: Das Produkt kann auf Rechnungen an Ihre Kunden erscheinen

  • Nein: Das Produkt ist nur für interne Zwecke und erscheint nicht auf Dokumenten für den Kunden

Gesperrt

Gesperrte Produkte können in neuen Belegen nicht mehr ausgewählt werden. In bestehenden Belegen und Auswertungen bleiben sie sichtbar.

Einheitenmatrix

Im unteren Bereich des Tabs finden Sie die Einheitenmatrix. Hier definieren Sie:

  • Welche Einheiten für dieses Produkt verfügbar sind

  • Umrechnungsfaktoren zwischen den Einheiten

  • Welche Einheit für Einkauf, Lager und Verkauf gilt

→ Neue Einheiten anlegen: Produktverwaltung → Weitere Aktionen → Einheiten


Tab Verkauf

Der Tab Verkauf enthält alle Informationen für Angebote, Aufträge und Rechnungen.

Einzelpreise

Definieren Sie Verkaufspreise für das Produkt. Sie können:

  • Mehrere Preisgruppen anlegen (z.B. Endkunde, Händler, Großkunde)

  • Brutto- oder Nettopreise eingeben

  • Den jeweils anderen Preis automatisch berechnen lassen

Erweiternd zu diese 3 Preisgruppen stehen individuelle Preislisten zur Verfügung.

Erlöskonten

Standardmäßig werden die Erlöskonten aus dem Kontenrahmen verwendet.

Individuelle Erlöskonten definieren:

  1. Stellen Sie "Standardkonten verwenden" auf Nein

  2. Klicken Sie auf Hinzufügen

  3. Wählen Sie:

    • Steuersachverhalt (z.B. Inland, EU, Drittland)

    • Land (optional)

    • Gültigkeitszeitraum (optional)

  4. Ordnen Sie das gewünschte Erlöskonto zu

So können Sie für dasselbe Produkt unterschiedliche Erlöskonten nutzen, je nach Steuersachverhalt oder Länderkennung.

Diese können alternativ über die Warengruppe zugeordnet werden.

Versteuerung

Die Spalte "Steuersatzart" bezieht ihre Werte aus dem Geschäftsobjekt Versteuerung.

→ Steuersätze verwalten: Menüband → Organisation → Administration → Versteuerung

Hier hinterlegen Sie länder- und zeitraumspezifische Steuersätze.

Textbausteine und Übersetzungen

Für Lieferungen in andere Sprachräume können Sie übersetzte Bezeichnungen und Beschreibungen hinterlegen.

Verwendung anzeigen

Der Link Verwendung anzeigen zeigt, in welchen Belegen das Produkt verwendet wurde:

  • Filterbar nach Belegtyp (Angebot, Auftrag, Rechnung etc.)

  • Filterbar nach Zeitraum

  • Filterbar nach Kunde oder Produktgruppe


Tab Einkauf

Der Tab Einkauf ist sichtbar mit der Lizenz Beschaffung. Er enthält alle Informationen für Bestellungen und den gemäss Bewertungsmethode gerechneten Bestandspreis.

Produktlieferanten

Hier hinterlegen Sie, bei welchen Lieferanten Sie das Produkt beziehen können.

Neuen Produkt-Lieferanten hinzufügen:

  1. Klicken Sie auf Hinzufügen

  2. Wählen Sie den Lieferanten aus der Liste Ihrer Kontakte.

Voraussetzung: Der Lieferant muss im Kontaktmanagement angelegt sein.

Felder pro Lieferant:

Feld

Beschreibung

Einkaufspreis

Ihr Einkaufspreis bei diesem Lieferanten

Lieferzeit

Lieferzeit in Tagen

Liefereinheit

Falls abweichend von Basiseinheit (z.B. Palette)

Produktnummer Lieferant

Artikelnummer des Lieferanten

Gültigkeitszeitraum

Zeitraum, in dem der Preis gilt

GTIN/EAN

Falls abweichend für diese Liefereinheit oder Lieferant

Produktnummer des Lieferanten: Kann auf Bestellungen ausgewiesen werden. Das stellt sicher, dass der Lieferant das richtige Produkt liefert.

Gültigkeitszeitraum: Ermöglicht die Historisierung von Preisen. Alte Bestellungen behalten den damals gültigen Preis. Preisänderungen die erst ab einem zukünftigen Datum gelten sollen, werden entsprechend gezogen.

Standardlieferant

Kennzeichnen Sie einen Lieferanten als Standardlieferant. Dieser wird automatisch in Bestellvorschlägen verwendet.

Wenn Sie den Standardlieferanten mit einer bestimmten Liefereinheit (z.B. Palette) kennzeichnen, werden Bestellvorschläge automatisch in dieser Einheit erstellt.

Der Standardlieferant-Eintrag ist zeitlich unbeschränkt gültig. Mit dieser Funktion stellen wir systemseitig immer sicher, dass die Auswahl eines Lieferanten im zeitlich engen Bestellvorgang nicht von derlei grundsätzlichen Überlegungen überlagert werden. Beispiel: es gibt für ein Produkt 3 Lieferanten: einer ist schnell, einer günstig und einer schnell und günstig. Die Auswahl des Standardlieferanten fällt auf den günstigen. Damit organisieren wir einen Bestellvorschalg auf den günstigsten Lieferanten. Bei terminlichen Herausforderungen: Lieferzeit zu lange für diesen einen Auftrag können sie im Bestellvorschlag den schnellen Lieferanten auswählen. Das schafft Struktur und Steuerung für Volumen und mögliche Zielvereinbarungen mit dem Lieferanten.

Hersteller

Falls der Hersteller vom Lieferanten abweicht:

  1. Öffnen Sie den Produktlieferanten-Eintrag

  2. Aktivieren Sie das Merkmal Hersteller

  3. Wählen Sie den Hersteller-Kontakt

Der Hersteller muss ebenfalls im Kontaktmanagement angelegt sein.

Listenpreis und Echter Einkaufspreis (unabhängig vom Lieferanten)

Zwei separate Felder ermöglichen die Unterscheidung zwischen:

  • Listenpreis: Der gegenüber Kunden kommunizierte Einkaufspreis

  • Echter Einkaufspreis: Ihr tatsächlich bezahlter Preis

Relevant für Handelsunternehmen, die dem Kunden eine Kalkulation offenlegen. Beide Felder müssen manuell gepflegt werden, es gibt keine Berechnung oder Systematisierung.


Tab Bestand

Der Tab Bestand ist sichtbar mit der Lizenz Beschaffung. Er zeigt die Bestandssituation dieses Produktes.

Bestandsübersicht

Die Übersicht zeigt:

  • Aktueller Ist-Bestand pro Standort und Lagerort

  • Reservierte Mengen aus Aufträgen

  • Verfügbarer Bestand (Ist minus Reserviert)

  • Bestandsentwicklung über einen wählbaren Zeitraum

Standardmäßig ist der Lagerort "Mein Lagerhaus" vorbelegt.

Bestandsgrenzen

Bestandsgrenzen steuern die automatische Berechnung von Bestellvorschlägen.

Bestandsgrenze

Beschreibung

Mindestbestand

Sicherheitsbestand, der nicht unterschritten werden sollte

Meldebestand

Bei Unterschreitung wird ein Bestellvorschlag erzeugt

Maximalbestand

Zielbestand für die Nachbestellung

So funktioniert die Bestellvorschlagsberechnung:

  1. Ist-Bestand unterschreitet Meldebestand

  2. System berechnet: Maximalbestand minus Ist-Bestand

  3. System addiert: Bedarf aus offenen Aufträgen

  4. Ergebnis: Vorgeschlagene Bestellmenge

Ohne Bestandsgrenzen: Bestellvorschläge werden nur für Mengen erzeugt, die sich aus Aufträgen ergeben.

Ebenen für Bestandsgrenzen:

Bestandsgrenzen können definiert werden auf:

  • Standort-Ebene

  • Lagerplatz-Ebene

Die Ebenen können nicht kombiniert werden. Wählen Sie eine Ebene pro Produkt.

Lagerplätze

Ein Lagerplatz ist ein konkreter physischer Ort im Lager (z.B. Regal A, Reihe 3, Fach 12).

Lagerplatz zuweisen:

  1. Im Bereich Lagerplätze: Klicken Sie auf Hinzufügen

  2. Wählen Sie den Lagerplatz

  3. Kennzeichnen Sie einen als Standard-Lagerplatz

Nutzen:

  • Im Wareneingang erscheint der Lagerplatz auf der Wareneingangszeile

  • Lagermitarbeiter wissen, wohin die Ware gehört

  • Bei der Kommissionierung wird der Lagerplatz angezeigt

Bestandsgrenzen am Lagerplatz:

Lagerplätze können eigene Bestandsgrenzen haben. Damit bilden Sie ab, dass an einem bestimmten Platz nur begrenzte Kapazität verfügbar ist.

Manuelle Bestandsbuchung

Für Ad-hoc-Buchungen außerhalb des Standardprozesses:

Menüband → Produkte → Buchungen Produktbestände

  1. Klicken Sie auf Einfügen

  2. Wählen Sie Produkt und Lagerort (Pflichtfelder)

  3. Geben Sie Menge und Bewegungsart ein

  4. Klicken Sie auf Buchen

Anwendungsfälle:

  • Inventurdifferenzen korrigieren

  • Schwund oder Bruch erfassen

  • Eigenverbrauch buchen

Diese Funktion ersetzt nicht den Standardprozess Bestellung → Wareneingang → Eingangsrechnung.


Zusammensetzung / Bündel

Im Tab Allgemein oder in einem separaten Bereich können Sie Stücklisten definieren.

Stückliste: Ein Produkt besteht aus mehreren Komponenten. Bei Verkauf oder Fertigung werden die Komponenten verbraucht.

Bündel: Mehrere Produkte werden zusammen verkauft, aber separat gelagert.

→ Details finden Sie im Artikel Stücklisten und Bündel


Dokumente

Sie können Dokumente direkt am Produkt hinterlegen:

  • Produktdatenblätter

  • Zertifikate

  • Bilder

  • Technische Zeichnungen

Die Dokumente sind aus der Produktkarte heraus abrufbar.


Benutzerdefinierte Felder

Wenn die Standardfelder nicht ausreichen, können Sie benutzerdefinierte Felder anlegen.

→ Benutzerdefinierte Felder verwalten: Menüband → Organisation → Administration → Benutzerdefinierte Felder


Produkt speichern

Klicken Sie auf Speichern, um das Produkt anzulegen oder Änderungen zu übernehmen.

Nach dem Speichern:

  • Die Produkt-ID ist vergeben und kann nicht geändert werden

  • Die Basiseinheit kann nicht mehr geändert werden

  • Das Produkt steht in Belegen zur Verfügung

  • Bei vorhandener Basiseinheit: Das Produkt ist in der Beschaffung sichtbar

Produkte anlegen über Produktregeln

Produktregeln sind Regeln die wir auf die manuelle Erstellung von Produkten anwenden können.

Aus der Produktübersicht finden sich unter den 3 Punkten der weiteren Funktionen die Regeln zur manuellen Erstellung von Produkten.

Die Regeln können mit Produkt neu Inhalte in die Produktkarte schreiben, so wird direkt die Produktkarte geöffnet:

  • Vergabe nächste SKU Nummer

  • Basiseinheit

  • Warengruppe (damit die entsprechenden Buchungskonten)

  • Untereinheit

Aus Angebot, Auftrag und Bedarfsmeldung können über den Text- Inhalt einer bisher nicht bestimmten Produktposition diese Informationen genutzt werden um über den Befehl: “Produkt neu” die Informationen ins Produkt geschrieben werden.

  • Bezeichnung,

  • Einkaufspreis,

  • Marge,

  • Verkaufseinheit

Alle Inhalte werden in die Produktkarte über mehrere Regeln geschrieben, können dann visuell geprüft oder geändert werden. Prüfen Sie das Ergebnis der Eingaben immer auf Vollständigkeit und Plausibilität. Mit dem Befehl “Speichern” wird das neue Produkt angelegt und gespeichert.

Mit dieser Systematik reduzieren wir die einzugebenden Inhalte auf ein Minimum, so das der Prozess der manuellen Produktanlage insgesamt schneller erfolgen kann. Zudem können wir damit sicherstellen, bestimmte Felder konsistent zu füllen.

Produkt ID

In Scopevisio werden Produkte mit einer Produkt ID geführt. Dies ist die Nummer, die für Sie im Hause stets zum gleichen Produkt führt. Diese Produkt ID kann als fortlaufende Zahl voreingestellt werden, so dass bei Produktanlage, die nächst folgende Nummer einfach vorgeschlagen wird.

Nach unserer Auffassung muss diese eindeutig sein und bleiben.

Sollte das für Ihren Anwendungsfall nicht passen, so können wir in den Optionen Produkt ID mehrfach zu verwenden.

Diese Systematik ist mit Vorsicht zu wählen und nutzt dann das Potential der Beschaffung nicht aus.

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