PV-Anlagen Produktionsertrag in kWh
Die Produktionsertragsberechnungen, die in der Eturnity-Plattform verwendet werden, sind bewusst konservativ ausgelegt. Sie basieren auf Datenbanken der Europäischen Kommission (PVGIS). Die Simulation berücksichtigt das solare Produktionsprofil (mit 15-minütiger zeitlicher Auflösung) am spezifischen Standort sowie die Neigung und Ausrichtung der PV-Module.
Wenn Sie höhere oder niedrigere Produktionserträge in Ihren Solar Expert-Projekten verwenden möchten, haben Sie die Möglichkeit, den spezifischen Jahresertrag (kWh/kWp) der Anlage manuell zu überschreiben. Das geht im 3D Modullayout, für jedes Modulfeld einzeln: Wählen Sie das Modulfeld aus, schalten Sie in seiner Seitenleiste bei Spezifischer Ertrag (in der neuen Oberfläche unter Eigenschaften überschreiben) Manuell festlegen ein und tragen Sie den Wert ein. In einer 2D-Variante steht dasselbe Feld je Dach auf der Seite Modullayout. Die Verluste von der Seite Verschattung / Schneeverluste zieht Eturnity vom eingetragenen Wert weiterhin ab. In Großbritannien gilt der Wert nur für Projekte außerhalb des MCS-Bereichs. Die PV-Modul-Degradation (Leistungsabnahme über die Zeit) wird mit einem Standardwert berücksichtigt.
Anpassung verfügbar: Bitte kontaktieren Sie unseren Kundensupport oder Ihren Kundenberater, wenn Sie möchten, dass wir den Degradationswert für Ihr Unternehmen anpassen.
Verbrauchsprofile
Eturnity stellt Standardverbrauchsprofile (ebenfalls mit 15-minütiger zeitlicher Auflösung) für verschiedene Kombinationen von Warmwasser- und Heizsystemen zur Verfügung. Wenn Sie den jährlichen Gesamtverbrauch des Gebäudes höher oder niedriger als den Standardwert in den Profilen einstellen, wird das Profil entsprechend skaliert.
Individuelle Verbrauchsprofile
Über Neues Profil erstellen auf der Seite Verbrauchsprofil importieren Sie eigene Verbrauchsdaten als CSV-Datei in Ihr Projekt und simulieren die Anlage damit. Soll auch der Jahresverbrauch aus der Datei gelten, schalten Sie beim Import Ersetzen Sie den aktuell verwendeten Jahresverbrauchswert durch den Wert aus der importierten CSV-Datei ein; sonst übernimmt Eturnity aus der Datei nur den Verlauf über das Jahr.
Es gibt auch die Möglichkeit, eine individuelle Verbrauchsprofilbibliothek für Sie zu aktivieren, die Ihre eigenen Verbrauchsprofile enthält.
Zugang zu individueller Bibliothek: Bitte kontaktieren Sie unseren Kundensupport oder Ihren Kundenberater, wenn Sie an einer individuellen Verbrauchsprofilbibliothek interessiert sind.
Eigenverbrauch und Unabhängigkeit
Die Berechnungen für Eigenverbrauch und Unabhängigkeit basieren auf einem Algorithmus, der im Wesentlichen folgende Funktion ausführt: Die simulierten Produktionsprofilwerte werden mit dem ausgewählten Verbrauchsprofil (z.B. Einfamilienhaus – Öl, Gas, Holz) in 15-minütiger Auflösung überlagert.
Berechnungsprozess
Für jedes 15-Minuten-Intervall wird folgendes bewertet:
Wie hoch ist die Produktionsleistung?
Wie viel wird ins Netz eingespeist?
Wie viel wird direkt verbraucht?
Wie viel Strom wird aus dem Netz bezogen?
Durch Summierung der entsprechenden 15-Minuten-Werte werden die Jahressummen für Netzverbrauch und Direktverbrauch berechnet.
Formeln für Unabhängigkeit und Eigenverbrauch
Die prozentuale Unabhängigkeit wird wie folgt berechnet:
Unabhängigkeit = (Gesamtstromverbrauch – Netzverbrauch) / Gesamtstromverbrauch
Der prozentuale Eigenverbrauch wird wie folgt berechnet:
Eigenverbrauch = (Direktverbrauch + optionaler Batteriespeicher) / Gesamtproduktion
Wichtig: Um eine korrekte Berechnung von Eigenverbrauch und Unabhängigkeit zu gewährleisten, ist es wichtig, dass der korrekte Jahresverbrauch für die Simulation angegeben wird.
Produktionskosten und Stromgestehungskosten
Die Produktionskosten für eine kWh Strom vom Dach werden nach der weithin verwendeten Formel im Stromerzeugungssektor zur Berechnung der "Stromgestehungskosten" (LCOE) berechnet. Folgende Parameter werden berücksichtigt:
Anfangsinvestitionskosten; hat die Variante einen Batteriespeicher oder einen virtuellen Batteriespeicher, gehören auch dessen Kosten dazu; ist die Erweiterte Wirtschaftlichkeitsrechnung eingeschaltet und liegt die Steuerersparnis über 0 %, wird auch die Steuerersparnis eingerechnet. Das Angebots-PDF vermerkt das unter den Produktionskosten.
Jährliche Betriebskosten
Jährliche Produktionsmenge
Nutzungsdauer
Diskontierungssatz
Erklärung des Diskontierungssatzes
Der Diskontierungssatz zinst die Kosten und die Stromproduktion für die Berechnung der Produktionskosten ab, denn künftige Zahlungen sind heute weniger wert als heutige. Amortisationszeit und Interner Zinsfuß ändern sich mit ihm nicht.
Sie tragen den Diskontierungssatz je Variante im Feld Opportunitätskosten ein: unter Finanzen › Wirtschaftlichkeit im Reiter PV-System, Abschnitt Eigenkapital. Setzen Sie die Rendite an, die das Geld anderswo bringen würde, zum Beispiel auf einem Bankkonto.
Anpassung der Wartungskosten
Die jährlichen Betriebskosten (Wartung) der PV-Anlage und des Batteriespeichers stellen Sie je Variante ein. Neue Projekte starten mit Standardwerten, die Eturnity für Ihr Unternehmen festlegt. Sie finden die Betriebskosten unter Finanzen › Wirtschaftlichkeit im Reiter PV-System, die Betriebskosten der Batterie im Reiter Batteriespeicher.
Unternehmensweite Anpassungen: Bitte kontaktieren Sie unseren Kundensupport oder Ihren Kundenberater, wenn die Standard-Betriebskosten für Ihr Unternehmen angepasst werden sollen.
Hinweis zu Batterie-Wartung: Muss die Batterie während der Nutzungsdauer der PV-Anlage ersetzt werden, rechnen Sie den Ersatz in die Betriebskosten der Batterie ein: Wählen Sie im Reiter Batteriespeicher bei Batteriebetriebskosten basieren auf die Option Fix pro Jahr und tragen Sie die laufenden Betriebskosten der Batterie plus die auf die Jahre der Nutzungsdauer verteilten Kosten der Ersatzbatterie ein. Einen Ersatz der Batterie berücksichtigt die Simulation nur auf diesem Weg.
Investitionsberechnung
Der Investitionsbetrag, der zur Berechnung der verschiedenen hier erklärten Werte verwendet wird, besteht aus:
Summe der Preise nach Rabatt von PV-Anlage, Batteriespeicher und (in der Schweiz) Zähler, die Sie je Variante zusammenstellen; Energiemanagement und E-Mobilität nur, wenn Sie sie auf der Seite Wirtschaftlichkeit im Reiter Energiemanagement bzw. E-Mobilität einbeziehen. Die „Gesamtinvestition PV-System“ im Angebots-PDF ist diese Summe inklusive MwSt., vor Abzug von Förderungen und Steuerersparnis.
Etwaige staatliche Förderungen, die von der Eturnity AG gepflegt werden (Deutschland: keine; Schweiz: Einmalvergütung; Österreich: OeMag/KLIEN)
Zusätzliche Investitionsförderungen, die Sie individuell im Eturnity Solar Expert-Projekt eingeben können; sie fließen ein, wenn in den Projekteinstellungen die Erweiterte Wirtschaftlichkeitsrechnung eingeschaltet ist
Steuerliche Einflüsse (wenn die Steuerersparnis über 0 % liegt und die Erweiterte Wirtschaftlichkeitsrechnung in den Projekteinstellungen eingeschaltet ist)
Finanzielle Erträge
Finanzielle Erträge bestehen aus Einsparungen durch verhinderte Stromkäufe (Eigenverbrauch × Stromverbrauchstarif) und Einnahmen aus Stromverkäufen (Einspeisemenge × Einspeisetarif).
Unterstützte Tariftypen
Dies gilt für:
Standardtarife der Energieversorger, die Sie auf der Seite Tarife auswählen
Individuelle Tarife aus der Tarifbibliothek Ihrer Firma und Projektspezifische Tarife, die Sie manuell im Projekt eingeben
Tarife mit Hoch- und Niedertarif - Einsparungen und Einnahmen fließen durch Überlagerung mit dem Produktionsprofil zeitgenau in die Simulation ein
Erweiterte Tariffunktionen
Für manuell eingegebene Tarife gibt es zusätzlich die Möglichkeit, Leistungstarife und Gebühren für Lastprofilzähler zu definieren. Etwaige Einsparungen durch niedrigere abrechenbare Leistungstarife werden berücksichtigt, wenn die Installation einer PV-Anlage zu einer Reduzierung der Lastspitzen im Verbrauch führt.
Lastprofilzählergebühren werden nur für Anlagen > 30 kWp berücksichtigt und als zusätzliche Ausgaben berechnet, d.h. Reduzierung der Erträge.
Inflation und Kosten
Folgende werden ebenfalls berücksichtigt:
Jährliche Veränderung der Verbrauchs- und Einspeisetarife (Jährliche Erhöhung Verbrauchstarife, Jährliche Veränderung Einspeisetarif)
Jährliche Betriebskosten der PV-Anlage und des Batteriespeichers (falls enthalten)
Diese Parameter stellen Sie je Variante ein: unter Finanzen › Wirtschaftlichkeit im Reiter PV-System (Betriebskosten, Strompreisentwicklung, Nutzungsdauer), die Betriebskosten der Batterie im Reiter Batteriespeicher.
Parameter-Anpassung: Bitte kontaktieren Sie unseren Kundensupport oder Ihren Kundenberater, wenn Sie die Standardwerte dieser Parameter anpassen möchten.
Wichtiger Hinweis: Die Erträge (gemäß obiger Berechnung) werden über die Nutzungsdauer der PV-Anlage (z.B. 25 Jahre) kumuliert. Bei positiven Inflationsraten führt dies oft zu leicht steigenden jährlichen Erträgen. Im Angebots-PDF zeigen die Seiten „02 PV-System“ den Betrag über die ganze Nutzungsdauer („Gesamte Nettoeinsparungen“) und die Einsparungen des ersten Jahres je Monat („Monatliche Einsparungen - Jahr 1“). Einige Seiten im bisherigen Design zeigen zusätzlich einen „Durchschnittsertrag“ pro Jahr, also diesen Betrag geteilt durch die Nutzungsdauer. „Jahresertrag“ meint im PDF dagegen die Stromproduktion in kWh.
Interner Zinsfuß
Der Interne Zinsfuß (IRR) ist ein Maß aus der Investitionsbewertung und ermöglicht die Schätzung einer durchschnittlichen jährlichen Rendite für Investitionsprojekte. Auf der Eturnity-Plattform wird der IRR basierend auf der allgemein gültigen Formel berechnet.
IRR-Berechnungsmethode
Für die Berechnung werden alle erwarteten Cashflows (Einnahmen und Ausgaben über die Projektdauer) mit der Anfangsinvestition verglichen. Die Cashflows werden mit dem internen Zinsfuß diskontiert. Die Opportunitätskosten spielen dabei keine Rolle.
Zur Bewertung der Investition und Berechnung des internen Zinsfußes wird angenommen, dass der Kapitalwert (= Barwert/aktueller Wert), d.h. die Anfangsinvestition minus die diskontierten kumulierten Cashflows, 0 sein muss.
Amortisationszeit
Die Amortisationszeit ist der Zeitpunkt, an dem die gesamte Investition aus Jahr 0 wieder eingespielt wurde. Diese wird aus dem kumulierten Cashflow interpoliert.
Cashflow-Berechnungsprozess
Der Cashflow wird für jedes Jahr individuell berechnet:
Jahr 0: Nur die Anfangsinvestition abzüglich der automatisch berechneten Investitionsförderung (in der Schweiz Einmalvergütung) bildet den Cashflow, der negativ ist. Zusätzliche Investitionsförderungen gehen, wenn die Erweiterte Wirtschaftlichkeitsrechnung eingeschaltet ist, als gleicher Betrag pro Jahr in die Jahre ihrer Laufzeit ein
Folgejahre: Cashflow wird aus Einnahmen und Ausgaben für Einspeisung/Stromverbrauch im Vergleich zur Situation ohne PV-Anlage berechnet
Die Simulation wird zweimal durchgeführt: einmal mit und einmal ohne PV-Anlage
Diese Einnahmen und Ausgaben werden unter Berücksichtigung der jährlichen Veränderung von Verbrauchs- und Einspeisetarif berechnet (Jährliche Erhöhung Verbrauchstarife, Jährliche Veränderung Einspeisetarif)
Betriebskosten für die PV-Anlage und Batterie werden ebenfalls berücksichtigt, ebenso wiederkehrende Kosten aus der Stückliste, die als Normal (in Wirtschaftlichkeit) erfasst sind
Die Differenz der Cashflows zwischen diesen beiden Simulationen wird für jedes Jahr individuell berechnet und stellt den Cashflow in Jahr x dar. Dann wird der Cashflow kumuliert. Die Amortisationszeit wird linear zwischen den beiden entscheidenden Jahren interpoliert (Jahr x, wo der kumulierte Cashflow zum letzten Mal negativ ist, und Jahr x, wo der Cashflow zum ersten Mal positiv ist).
Wenn der Cashflow über die gesamte Nutzungsdauer der Variante negativ bleibt, werden die letzten beiden Jahre für die Interpolation verwendet.
Pachtrate
Auf der Seite Finanzierung wählen Sie unter Finanzierungsanbieter/-methode den Finanzierungsrechner und dann unter Art der Finanzierung das Modell, je nach Methode Fremdfinanzierung, Pachtmodell inkl. Betriebskosten oder Pachtmodell ohne Betriebskosten. Das Pachtmodell nimmt eine kontinuierliche Rückzahlung des Darlehens durch Zahlung konstanter, regelmäßiger Beträge (Pachtrate) an.
Pachtrate-Berechnung
Die Pachtrate-Berechnung basiert auf Standardformeln für Annuitätsdarlehen. Die Anfangsschuld, der Zinssatz und die Laufzeit werden direkt von Ihnen im Projekt angegeben. Mithilfe einer Summenformel wird die Pachtrate basierend auf diesen Informationen berechnet.
Beim Pachtmodell inkl. Betriebskosten werden die jährlichen Betriebskosten zu den Pachtraten addiert, verteilt nach dem gewählten Pachtintervall (monatlich, vierteljährlich oder jährlich). Beim Pachtmodell ohne Betriebskosten mindern die Betriebskosten die Erträge der PV-Anlage.
Steuerersparnis (Erweiterte Wirtschaftlichkeitsberechnung)
Steuerersparnisse rechnet Eturnity nur ein, wenn Sie in den Projekteinstellungen beides tun: unter Steuerersparnis Ihren Grenzsteuersatz in Prozent eintragen und den Schalter Erweiterte Wirtschaftlichkeitsrechnung einschalten. In bestimmten Ländern/Kantonen/Bundesländern werden Steuerabzüge für Investitionen in erneuerbare Energien für bestimmte Projekte gewährt.
Aktivierung der Steuerberücksichtigung
Damit etwaige Steuerersparnisse und Zusatzförderungen bei Investitionskosten und Berechnungen der oben genannten Kennzahlen (z.B. Interner Zinsfuß) berücksichtigt werden, muss in den Projekteinstellungen die Erweiterte Wirtschaftlichkeitsrechnung eingeschaltet sein.
Die Angebotsübersicht im Angebots-PDF zeigt dann „Erwartete Steuerersparnis“ und „Effektive Kosten“, d.h. Investition minus erwartete Steuerersparnis. Auf der Seite „02 PV-System: Wirtschaftlichkeit“ erscheint die Steuerersparnis nicht als Betrag; die „Gesamten Nettoeinsparungen“ enthalten sie nicht.
Standardeinstellungen: Bitte kontaktieren Sie unseren Kundensupport oder Ihren Kundenberater, wenn wir die Erweiterte Wirtschaftlichkeitsrechnung standardmäßig für Sie aktivieren oder deaktivieren sollen.
Wenn die Steuerersparnis auf 0 % steht und/oder die Erweiterte Wirtschaftlichkeitsrechnung nicht eingeschaltet ist, werden steuerliche Einflüsse nicht in den Projektberechnungen berücksichtigt.
CO2-Einsparungen
CO2-Einsparungen werden als Differenz zwischen CO2-Emissionen in der aktuellen Situation (ohne PV-Anlage) und in der zukünftigen Situation mit PV-Anlage berechnet, als Jahreswert in kg CO2. Enthalten sowohl die Variante als auch die Seitenvorlage der PDF-Seite die Technologie Heizung, zählt zusätzlich der Wechsel der Heizung: aktuell der CO2-Ausstoß der bestehenden Heizung samt Warmwasser, zukünftig der des neuen Wärmeerzeugers (ist auf der Seite Heizsystem unter Neues Heizsystem der Schalter Neuen Wärmeerzeuger hinzufügen ausgeschaltet: die bestehende Heizungsart mit dem neuen Wärmebedarf). Den Ausstoß einer Heizung rechnet Eturnity als Verbrauch des Energieträgers mal CO2-Faktor. Diese Faktoren stellen Sie je Variante ein: Seite Wirtschaftlichkeit, Reiter Heizsystem, Tabelle Ressourceneinstellungen, Zeile CO2-Emissionen; die Wärmepumpe rechnet mit dem Stromfaktor, den Sie bei Elektrische Heizung eintragen.
Berechnung aktueller Emissionen
Zur Berechnung der aktuellen Emissionen wird der angegebene jährliche Stromverbrauch (kWh), einschließlich des Verbrauchs der E-Mobilität, mit einem länderspezifischen Faktor für CO2-Emissionen von 1 kWh Strom aus dem durchschnittlichen Strommix multipliziert. Die Faktoren sind fest in Eturnity hinterlegt und lassen sich nicht ändern, zum Beispiel 0,128 kg CO2/kWh für die Schweiz, 0,422 für Deutschland, 0,264 für Österreich, 0,356 für Italien und 0,304 für Großbritannien. Ist für ein Land kein eigener Faktor hinterlegt, rechnet Eturnity mit dem Schweizer Faktor. Die Quellen druckt nur das bisherige Design des Angebots-PDFs unter „Berechnungsgrundlagen“; im neuen Design steht keine Quelle.
Berechnung zukünftiger Emissionen
Für die zukünftige Situation (mit PV-Anlage) wird die jährlich produzierte Strommenge (kWh) mit einem reduzierten Faktor für CO2-Emissionen von 1 kWh Strom aus dem durchschnittlichen Strommix multipliziert. Gemeint ist die gesamte Produktion im ersten Simulationsjahr, einschließlich des eingespeisten Stroms. Der länderspezifische Faktor wird um 0,052 kg CO2/kWh für die angenommenen CO2-Emissionen von PV-Modulen reduziert. Das Ergebnis ist die CO2-Einsparung durch den Solarstrom: Die zukünftigen Emissionen sind die aktuellen Emissionen abzüglich dieser Einsparung. Die Einsparung hängt deshalb vom Jahresertrag und vom Land ab (in Solar Expert vom Land der Hauptadresse des Kunden), nicht vom Stromverbrauch.
CO2-Emissionen von PV-Anlagen werden über ihre Lebensdauer berücksichtigt: Die 0,052 kg CO2/kWh stehen für die Herstellung der Module, umgelegt auf den Strom, den sie über ihre Lebensdauer erzeugen. Auch dieser Wert ist fest hinterlegt; seine Quelle steht wie oben nur im bisherigen Design auf dem PDF. Ein Teil der Einsparung kann negativ werden: der PV-Teil, wenn der Strommix eines Landes weniger CO2 verursacht als die PV-Module (in Eturnity nur bei Norwegen), der Heizungsteil, wenn der neue Wärmeerzeuger mit den eingetragenen Faktoren mehr CO2 verursacht als die bestehende Heizung, etwa beim Wechsel von Holz oder Pellets auf eine Wärmepumpe. Ein negativer Teil mindert die Gesamteinsparung; ist sie insgesamt negativ, werden auch die Vergleichswerte unten negativ.
Vergleichsberechnungen
Weitere CO2-Emissionsinformationen werden mit dieser Differenz berechnet:
Kilometervergleich: Basierend auf durchschnittlichen Emissionen von 0,2 kg CO2/km
Baumvergleich: Basierend auf der Annahme, dass ein Baum jährlich 12,5 kg CO2 absorbieren kann
Fußabdruck-Reduzierung: Basierend auf dem Vergleich mit länderspezifischen durchschnittlichen CO2-Emissionen pro Person pro Jahr; für Länder ohne eigenen Wert rechnet Eturnity mit 5 t CO2 pro Person und Jahr
Die Fußabdruck-Reduzierung vergleicht die Einsparung mit dem CO2-Ausstoß einer Person, nicht eines ganzen Haushalts; sie kann deshalb über 100 % liegen. Im Mieterstrom- bzw. ZEV-Solarrechner zählt eine Person je Partei. In Solar Expert gilt die eine Person auch dann, wenn ein Heizungsteil eingeht. Nur den Fußabdruck auf den Heizungsseiten des PDFs berechnet Solar Expert mit der Anzahl Personen auf der Seite Gebäude; ohne Angabe rechnet Solar Expert dort mit zwei Personen.
Kontaktinformationen
Für technischen Support, Parameter-Anpassungen oder Fragen zu diesen Berechnungsmethoden wenden Sie sich bitte an:
Eturnity Kundensupport:support@eturnity.com oder per Chat im Help Center im Solarexperten
